TARKUS IngenieurSaniergung GmbH

Spritzbeton ist ein Beton, der in einer geschlossenen Rohr-/Schlauchleitung zur Einbaustelle gefördert, dort aus einer Spritzdüse pneumatisch aufgetragen und durch die Aufprallenergie verdichtet wird.

Herstellung und Verwendung von Spritzbeton ist in Deutschland mit der DIN 18551 geregelt. Es handelt sich aber keineswegs um besonderen Beton, sondern um Beton nach der DIN 1045-2, der lediglich in einem besonderen Verfahren hergestellt und eingebaut wird. Obwohl in Deutschland seit 1920 bekannt und verwendet , hat die Anwendung dieses Verfahrens in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Zur Anwendung kommt Spritzbeton heute vor allem bei der Ausbesserung/Verstärkung von Betonbauteilen, sowie zur Felskonsolidierung und zum temporären Ausbau im Tunnelbau.

Beim Spritzvorgang prallt ein Teil des Spritzguts, der sogenannte Rückprall ab, wodurch sich eine nicht unerhebliche Veränderung der Ausgangsmischung ergibt. Diese Veränderung muss beim Entwurf der für bestimmte Betoneigenschaften erforderlichen Betonzusammensetzung berücksichtigt werden. Wegen der von der normalen Betonherstellung stark abweichenden Besonderheiten dieses Verfahrens, ist die Anwendung von Spritzbeton für technisch anspruchsvolle Arbeiten heute weitgehend die Domäne spezialisierter Firmen, die über erfahrenes Personal, entsprechendes Know-how und den notwendigen Maschinenpark verfügen.

Anders als bei konventionellen Betonierverfahren, bei denen der Frischbeton zunächst fertig angemischt, dann mittels Fördergeräten in eine Schalung eingebracht und dann erst verdichtet wird, erfolgen beim Spritzbeton mehrere dieser Arbeitsgänge gleichzeitig. Eine nur teilweise hergestellte Ausgangsmischung wird durch Schläuche geblasen, beim Durchfliegen der am Ende des Schlauches befindlichen Düse mit den restlichen Frischbetonkomponenten vermischt, und gleichzeitig eingebaut und verdichtet. Dabei kommen zwei unterschiedliche Mischverfahren zur Anwendung, das Nass- und das Trockenspritzverfahren.

(Quelle Wikipedia)

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