TARKUS IngenieurSaniergung GmbH

Fassade Händelallee

Die Wohnanlage Händelallee 3 – 9 wurde im Zuge der vollständigen Neubebauung des im zweiten Weltkrieg zerstörten Hansaviertels in Berlin-Tiergarten anlässlich der Internationalen Bauausstellung 1957 nach einer Planung der Architektengemeinschaft „The Architects Collaborative" aus Cambridge, Massachusetts, unter Führung von Prof. Dr. Walter Gropius errichtet. Das seit 1980 in der Denkmalliste Berlins eingetragene Gebäude besitzt einen leicht bogenförmigen Grundriss mit Abmessungen von etwa 82 × 10 m und verfügt mit einer Höhe von ungefähr 29 m über zehn Geschosse ohne Unterkellerung. Der Gesamtkomplex besteht aus vier, durch Dehnungsfugen getrennten Baukörpern mit jeweils in West-Ostrichtung symmetrisch aufgebauten Grundrissen, die sich in zwei Wohneinheiten gliedern. In den Symmetrieachsen der vier Baukörper sind auf der Nordseite die zur Hälfte nach außen ragenden Treppenhaus- und Aufzugskerne und in der südlichen Hälfte die Wohnungstrennwände angeordnet.
Die Tragkonstruktion des Wohnhauses wurde als Stahlbetonskelett ausgeführt, das sich aus folgenden, auf Einzel- und Streifenfundamente gegründeten Bauteilen zusammensetzt:

  • in Gebäudelängsrichtung gespannte Rippen- und Massivdecken h = 20 cm mit Stützweiten von etwa 4,3 m bis 5,2 m,
  • zweifeldrige Unterzüge b/h = 30/55 cm in Gebäudequerrichtung mit Stützweiten von ungefähr 4,5 m und 5,2 m,
  • Rand- und Innenstützen b/h = 30/50 cm,
  • Wandscheiben d = 2 × 15 cm an den Bauwerksfugen,
  • Wandscheiben d = 20 cm der Treppenhaus- und Aufzugskerne in den Symmetrieachsen der vier Bauabschnitte.

Zwischen den außen sichtbaren Stahlbetonstützen und Deckenrändern sind in der Südfassade schachbrettartig jeweils zwei neben- und übereinander liegende Flächen als durchlaufende Fensterbänder auf etwa 1 m hoher Brüstung im Wechsel mit zwei neben- und übereinander angeordneten Balkonen ausgebildet, während in der Nordfassade zwischen den Treppenhaus- und Aufzugskernen alle Ausfachungen aus durchlaufenden Brüstungs- und Fensterbändern bestehen.
Die tragenden Bauteile des Gebäudes wurden in Ziegelsplittbeton und die Brüstungen als Hohlblockmauerwerk ausgeführt. Letztere sind auf einem insgesamt 35 cm hohen Stahlbetonüberzug an den Deckenrändern gelagert.

Hier Fotos der Baumaßnahme

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