TARKUS IngenieurSaniergung GmbH

Neue Stabilität im Untergrund

Unterwegs mit Betoninstandsetzern in der Berliner U-Bahn
Es ist halb zwei Uhr morgens. Vor wenigen Minuten hat der letzte Zug den Tunnel im Untergrund Berlins passiert. Jetzt bleiben Marco Götze und seinem Team nur zwei Stunden, um an ihrer unterirdischen Baustelle weiter zu kommen. Denn dann beginnt in der Berliner U-Bahn der morgendliche Verkehr.
„Man sieht hier unten ziemlich deutlich, wie stark die Bausubstanz  schon angegriffen ist“, sagt Marco Götze, Geschäftsführer der Tarkus Ingenieursanierung GmbH. An vielen Stellen der Tunnelwände bröckelt der Beton, rostende Stahlträger liegen frei. Der Zustand ist nicht verwunderlich, schließlich handelt es sich um eine der ältesten unterirdischen Verkehrsanlagen der Welt. Der Fachmann beruhigt, noch sei der Zustand nicht wirklich kritisch, die Sicherheit im Tunnel nicht ernsthaft bedroht. „Es ist allerdings wichtig, rechtzeitig anzufangen“, sagt Sanierungsprofi Götze. Die frühe Instandsetzung dient schließlich nicht nur der allgemeinen Sicherheit, sie verringert auch den technischen und finanziellen Aufwand, der mit der Zeit immer größer werden würde.

Ein Job für Spezialisten
Die Instandsetzung von Beton bleibt trotzdem ein aufwändiges Verfahren. Die Experten der Firma Tarkus arbeiten mit Spritzbeton, diese Technik ist besonders anspruchsvoll: „Hierzu braucht man das nötige Know-how, den richtigen Maschinenpark und vor allem gut ausgebildete Mitarbeiter“, so Marco Götze. Seine Leute müssen nicht nur mit schwierigen Bedingungen und der Dunkelheit zurechtkommen, sondern auch noch besonders schnell und präzise arbeiten.

Hier wie bei anderen Bauvorhaben legt die Firma Tarkus großen Wert auf die Einhaltung hoher Qualitätsstandards. Deshalb ist das Unternehmen seit 1992 Mitglied in der regionalen Landesgütegemeinschaft, Güteschutzgemeinschaft Betoninstandsetzung Berlin und Brandenburg e.V., die wiederum der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken (www.betonerhaltung.com) angehört. Die Gemeinschaften haben für die Mit arbeiter der Mitgliedsunternehmen den qualifizierenden Lehrgang „Schützen, Instandsetzen, Verbinden und Verstärken von Betonbauteilen“ (SIVV) und weiterführende Weiterbildungsprogramme zur Pflicht gemacht.

Die Bundesgütegemeinschaft sichert darüber hinaus mit ihren klar definierten Auflagen und dem Verfahren der Eigen- und Fremdüberwachung die Qualität der geleisteten Arbeit.

Das sind die Schäden, die Marco Götze und sein Team Nacht für Nacht beseitigen.

Qualität zahlt sich für alle aus
Geschäftsführer Götze selbst blickt auf eine über 25-jährige Erfahrung in der Betoninstandsetzung zurück. Ein Höhepunkt seiner beruflichen Tätigkeit war die Instandsetzung des Berliner Olympiastadions, das unter Mithilfe seiner Firma fit für die Fußballweltmeisterschaft gemacht wurde. Tarkus hat sämtliche Betonteile des Stadions, die nicht mehr tragfähig waren, rekonstruiert. Das Bauvolumen betrug damals rund 3 Millionen Euro.

Insgesamt steigt die Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand langsam wieder und zertifizierte Unternehmen wie Tarkus können davon in besonderem Maß profitieren. Die Auftragslage sei laut Marco Götze insgesamt besser geworden – nach über zehn schwachen Jahren ginge es in der Baubranche zurzeit spürbar bergauf.

Immer etwas zu sanieren: Berlin hat eine der weltweit größten und ältesten Verkehrsanlagen.

Leider waren es nicht zuletzt Unfälle und Katastrophen, die in den letzten Jahren zu einem wachsenden Bewusstsein für eine rechtzeitige Betoninstandsetzung gesorgt haben. „Man muss es leider so sagen: Einstürze von Brücken und Hallen haben unserer Branche eine leidvolle Unterstützung geleistet“, so Marco Götze.

Der Investitionsbedarf ist groß
Zumindest der deutsche Städtebund ist aufgerüttelt und fordert eine Infrastruktur-Offensive. Es gibt offensichtlich viel zu tun, eine Studie hat den gesamten Investitionsbedarf für Infrastrukturmaßnahmen bis 2020 auf bis zu 704 Milliarden Euro beziffert. „Der deutsche Infrastrukturbestand befindet sich in einem teilweise katastrophalen Zustand und birgt unverantwortliche Risiken für die Bürger“, bestätigt auch Dr.-Ing. Martin Mangold, Vorstandsvorsitzender der Bundesgütegemeinschaft. 

Ob bei einem einmaligen Großprojekt wie bei der Sanierung des Berliner Olympiastadions oder einer Langzeitaufgabe wie bei der Berliner U-Bahn – die Experten sind sich einig, dass rechtzeitig gehandelt werden muss. Während die ersten Pendler mit der U-Bahn zur Arbeit fahren, packen Marco Götze und sein Team das letzte Werkzeug zusammen. „Die Sanierung der Tunnel ist sicherlich langwierig und kostenintensiv“, sagt Götze. „Aber die meisten Berliner wissen, wie wichtig die Infrastruktur für ihr tägliches Leben ist.“


Weitere Informationen zur Betoninstandsetzung erhalten Sie unter:

Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken e.V.
Nassauische Str. 15, 10717 Berlin
Telefon: 030 – 860004-891, Fax: 030 – 860004-43
www.betonerhaltung.com

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